
Gemeinschaftskunde
Wie bereits in den Jahren zuvor erlebten auch diesmal die Schüler der 9. Klassen
in der
2. Januarwoche, wie es ist, als Stadtrat zu arbeiten. An zwei Tagen wurden sie zunächst von den Mitarbeiter/innen
der Friedrich-Ebert-Stiftung in die Grundlagen der Kommunalpolitik eingeführt. Die jungen Leute machten das zum Teil
auf spielerische Art und Weise und die Schüler fanden es "cool". Am zweiten Tag wurde es "praktisch". In fünf Gruppen
wurden Vorlagen für die "Stadtratssitzung", die eine Woche später stattfand, erarbeitet. Dabei wurden die Schüler/innen
von echten Stadträten unterstützt. Alle arbeiteten sehr intensiv und konzentriert und die Stadträte waren erstaunt,
dass die jungen Leute sich so ernsthaft mit den Geschicken der Stadt beschäftigen. Dies wurde dann auch bei der fiktiven Stadtratssitzung, welche im SKZ "Alberttreff" stattfand, deutlich.
Allen hat es gut gefallen und auf ungewöhnliche Weise wurde auch viel Wissen für Gemeinschaftskunde vermittelt.
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Es war ein ganz normaler Montag, so schien es von der ersten bis zur dritten Stunde. Aber es wurde ganz anders.
Die Schüler beider 10. Klassen versammelten sich in einem der größeren Klassenzimmer. Zuerst ein wildes Getümmel,
wie in jeder Pause, doch als es zur Stunde klingelte, saßen alle gespannt an ihrem Platz. Der Blick jedes Einzelnen ging nach vorn.
Alle hörten interessiert zu, wie Frau Kreisz Constanze Krehl, die EU- Parlamentarierin der SPD für Sachsen, vorstellte:
Eine moderne Frau, nicht im Anzug, nicht mit Namenskärtchen, nein, schick gekleidet, perfekt für den Alltag. Das Leben in
der Politik mal selbst von einer aktiven Politikerin zu hören ist was anderes, als es im Lehrbuch Seite 17 nachzulesen.
So besteht eine größere Chance, dass die Schüler begreifen, dass Politik gar nicht so langweilig ist, wie es scheint.
Man kann reisen, neue Leute kennen lernen und hauptsächlich arbeitet man daran, wie man die jetzige Situation in Europa noch verbessern könnte.
Den Stress, den sie auf alle Fälle hat, sieht man ihr nicht an, obwohl sie schon längst wieder auf dem Weg nach Brüssel sein sollte.
Stattdessen nimmt sie sich Zeit für uns, lacht und ist für jede Frage offen. Zum Glück, denn wie sich herausstellte, waren da noch einige offene Fragen.
Es war mal eine andere Form des Gemeinschaftskundeunterrichts, die jedem gefallen hat.
Lisa Schwabauer und Laura Schippmann aus der Klasse 9b berichten:
Wir starteten unsere Exkursion vom Cottbuser Bahnhof in Richtung Dresden. Unsere Klassenleiterin, Frau Schröter und unsere
Gemeinschaftskundelehrerin Frau Kreisz begleiteten uns.
Trotz verspäteten Zuges kamen wir noch rechtzeitig im neuen Gebäude des Sächsischen Landtages an, wo uns Sebastian Fischer herzlich begrüßte.
Anschließend begann unser Rundgang mit einem netten Herrn. Unsere erste Station führte uns zum Modell des Landtagsgebäudes.
Wir bekamen viele Informationen unter anderem, dass das neue Gebäude einem Schiff ähnelt. Tim erkannte dies als einziger.
Weiter ging es in einen großen, lichtdurchfluteten Raum, die so genannte Lobby. Durch die große Fensterwand konnte man ein
Kunstwerk sehen, welches die drei Gewaltenteilungen im Staat darstellt. Als nächstes gingen wir in den in den Sachsenfarben
weiß - grün gehaltenen Plenarsaal, wo wir uns auf die Stühle setzten und uns wie Politiker fühlen konnten.
Hier konnten wir hautnah erleben, was wir schon im Unterricht über die verschiedenen Abstimmungen und Sitzordnungen gelernt hatten.
Durch ein anschauliches Informationsblatt wurde uns deutlich gemacht, wo welche Parteien sitzen und wie die einzelnen Abgeordneten heißen.
Danach hatten wir ein persönliches Interview mit Sebastian Fischer, dem Abgeordneten der CDU aus unserem Landkreis.
Wir durften ihm Fragen stellen und er berichtete aus seinem Leben als Politiker.
Für diesen interessanten Tag möchten wir uns noch einmal bei allen bedanken, die ihn ermöglichten.
