
des Schuljahres 2003/2004
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Das Jahr 1963 hielt für unsere Stadt nicht nur Wetterkapriolen bereit. Der VEB Webstuhlbau
feierte Erfolge auf der Leipziger Messe, auf der Meißner Straße erstrahlte eine neue Beleuchtung,
das Rathaus wurde zwecks Renovierung eingerüstet und ... Im September wurde eine neue Schule
am Kupferberg ihrer Bestimmung übergeben.
800 Schüler und 51 Lehrerinnen und Lehrer fanden hier ihr neues Domizil. "Alle trafen sich damals
vor dem Gebäude der alten Schule in der Franz-Schubert-Allee zu einem Festumzug", erinnert sich
Frieder Henker. Er war damals vor 40 Jahren als Kind dabei und schaute am Sonnabend bei der
großen Geburtstagsfeier rein.
"In den Hofpausen liefen wir immer mit unseren ‚Bemmen' im Kreis. Das war ganz normal", meint er
schmunzelnd. "Ich wurde 1962 noch in die Seeschule eingeschult", erinnert sich ein anderer
Ehemaliger. "Ein Jahr später kamen wir dann in die ‚Clara'. Weil das Umfeld noch recht
schmutzig war, mussten wir in der Schule Hausschuhe anziehen. Mit denen konnte man herrlich
die langen Flure langschlittern", erzählt er lachend.
Der Schulhof hat sich inzwischen mächtig gefüllt. Heutige Schüler, Eltern, Omas, Opas, Bürger
aus dem Wohngebiet sind gekommen. Vor allem über die vielen ehemaligen Kollegen und Schüler
freut sich die Direktorin. Den Akteuren des Tages ist die Aufregung anzumerken. Als dann
aber Manuela Hörster ans Mikro tritt, um die Feier zu eröffnen und das Logo mit dem
Schriftzug "Europaschule" zu enthüllen, bricht der Bann. Ein buntes Programm, das in seiner
Vielfältigkeit keine Wünsche offen lässt, folgt.
"Man kommt gar nicht durch, soviel ist los, meint Ursula Förster, das Sport-Urgestein
Großenhains. Und Marcel Lindemann aus der acht wird nicht müde, die Veranstaltungen und
Stände im Haus anzupreisen. "Wir haben uns mit Projekttagen auf das Ereignis vorbereitet",
berichtet er.
Draußen auf der Bühne läuft das Hauptprogramm. Ganz im europäischen Sinne. Harry de Rooij
und Hanni Geurts aus dem holländischen Stevensbeek sind begeistert. Gemeinsam mit weiteren
internationalen Gästen und Bürgermeister Burkhard Müller verfolgen sie das Programm."Es ist
fantastisch, was hier vollbracht wird. Vor allem der internationale Gedanke ist wichtig.
Wenn unsere Kinder und Jugendlichen so erzogen werden, ist mir um ein einiges Europa nicht
bange", meint Harry de Rooij. Dies ist auch der Grundgedanke, an den Direktorin Hörster
resümierend anknüpft. Das Projekt "Wir sind eine Schule in Europa" wird die inhaltliche
Zukunft der MS "Am Kupferberg" mit bestimmen. Innerhalb des "Comenius-Projektes" will
die Schule gemeinsam mit den holländischen und ungarischen Partnern über drei Jahre
ein spezielles Thema bearbeiten. Ob es mehr in die kulturelle Richtung oder ein
Umwelt- und Naturthema werden soll, ist noch nicht entschieden.
Auf jeden Fall gaben die vielfältigen Infostände im Schulhaus, an denen sich auch die
ausländischen Gäste beteiligten, einen Vorgeschmack auf die kommende, gemeinsame Arbeit.
Vorerst erfreuen sich alle an der Tombola mit gespendeten Sachpreisen von Firmen und Privaten
Die " alte Clara- Zetkin- Oberschule", die sich im heutigen Gebäude der 1. Grundschule an der Franz- Schubert- Allee befand, hatte zuletzt Platzmangel. Es wurden viele Ausweichmöglichkeiten gesucht, um den Unterricht zu gewährleisten. Durch den Schulneubau konnten die " alte Clara- Zetkin- Schule" und die sogenannte " Seeschule" in einem Gebäude zusammengefasst werden.
Trotz der Fertigstellung des Hauptgebäudes gab es noch viele Probleme, zum Beispiel fehlten noch die Schulhöfe, das Hortgebäude, die Küche, die Werkräume, die Turnhalle und der Speisesaal. Mit Beginn der Heizperiode kamen weitere Probleme hinzu. Da der Schulneubau auf freiem Baugelände stand, konnte man nicht abschätzen, wie hoch die Heizkosten werden und wie viele Zentner Kohlen benötigt werden. Selbst die Heizungsanlage konnte erst später in Betrieb genommen werden, da ein ausgebildeter Heizer fehlte.
Am 1.9.1963 wird die neue Schule am Kupferberg ihrer Bestimmung übergeben. 800 Kinder werden in dieser modernen Schule Aufnahme finden. Alle Großenhainer Schulen erfahren durch die Eröffnung der neuen Schule eine wesentliche Entlastung. Noch sind es aber 4 Wochen, ehe unsere Kinder in die neue Schule einziehen. Viele wichtige Arbeiten warten noch auf freiwillige Aufbauhelfer. So gilt es, Planierungs-, Aufräumungs-, Einräumungs- und Reinigungsarbeiten durchführen und Kabelgraben zu schachten. Wir rufen alle Betriebe, Parteien, Organisationen, Eltern und Erzieher auf, durch Einsätze im Nationalen Aufbauwerk ihren Beitrag zur Fertigstellung der neuen Schule zu leisten. Alle männliche Helfer melden sich bitte an der Schule ....